Oft haben Bewerber eine ziemlich klare Vorstellung von dem, was sie in Zukunft machen wollen – meist den gleichen Job wie bisher, vielleicht auf der nächsten Hierarchieebene.
Bevor man sich aber darauf festlegt, was man beruflich in der Zukunft machen will, glaube ich, dass es sehr viel Sinn macht, nochmal mit sich selbst in einen Dialog zu treten.
- Wer bin ich? Wofür stehe ich?
- Was weiß ich?
- Was kann ich?
- Wen kenne ich?
- Was lässt sich mit meinen Mitteln erzielen – im HIER und JETZT?
Ganz wichtig scheint es mir, dass man auch über sich verändernde Wünsche und Präferenzen, aber auch eine Verschiebung von Werten im Zusammenhang mit obigen Fragen reflektiert.
Daraus abgeleitet können sich Fokus und Richtung ergeben, auch die eine oder andere Überraschung. Überraschungen in dem Sinne, dass Karrierebewegungen in viele Richtungen möglich sind; innerhalb und außerhalb von Unternehmen und Organisationen, in verschiedenen Branchen und Berufsbildern.
Ich bin ganz sicher – Karrierewege entstehen im TUN, im Anfangen nach gründlicher eigener Reflektion und mit den eigenen Mitteln – und zwar JETZT. Es gibt Chancen, glückliche Randbedingungen und Zufälle, die genutzt werden können.
Ganz wichtig ist dabei das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Kreativität und die Fähigkeit, Anregungen und Informationen aus der Außenwelt und dem Netzwerk aufzunehmen – und trotz allem immer zu wissen, wer man ist und wofür man steht. Diese Orientierung an den eigenen inneren Werten, Kompetenzen, Stärken und Vorlieben hilft auch in turbulenten Zeiten und bei Rückschlägen.